Die Region Bern ist erstaunlich vielseitig. Zwischen Altstadtgassen, Aare, sanften Hügellandschaften, fruchtbaren Ebenen und imposanten Bergwelten zeigt sie viele Gesichter der Schweiz auf einmal. Hier trifft die politische Bedeutung der Bundesstadt auf bäuerliche Traditionen, regionalen Genuss und eine starke Verbundenheit mit Landschaft und Herkunft.
Bis heute ist der Kanton Bern ein Volk von Bauern. Die Anzahl der Menschen, die den Berner Boden bewirtschaften, sinkt zwar kontinuierlich, doch im Jahr 2024 gab es immer noch 9586 Bauernhöfe im Kanton. Diese Zahl macht Bern zum grössten Agrarkanton der Schweiz, gefolgt von Luzern mit weniger als der Hälfte der Bauernbetriebe.
Ursina Steiner und Stephan Jaun hegen und pflegen im Grossen Moos ihre ganz eigene Kreislauflandwirtschaft: Die Weideschweine sind Teil der Ackerfruchtfolge, das Rätische Grauvieh vertilgt das Gras der grosszügigen Seeland-Wiesen, das hofeigene Catering wiederum bezieht die allermeisten Zutaten direkt ab Feld und Stall. Mittendrin: 50 Aren Eiweisserbsen, die das Paar nicht als Tierfutter, sondern für die menschliche Ernährung kultiviert und damit reichlich pflanzliches Protein produziert.
Sie sind jung und innovativ. Sie wagen Neues und wollen mehr: Mehr Biodiversität bei gleichzeitig erhöhter Produktivität. Pascale und Jürg Strauss zeigen, wie das möglich ist: Sie setzen auf neue Anbausysteme, robuste Sorten, eine intelligente Planung und beständiges Lernen mit der Natur.
Die vegane Welle rollt. Immer mehr Menschen verzichten freiwillig auf tierische Produkte. Soja und Tofu sind bekannte Fleischersatzprodukte, doch wie sieht es bei Fisch aus? Das innovative Start-up aus dem Berner Oberland «Wild Foods» stellt aus geräucherten Bio-Rüebli «Lax» her. Design und Geschmack machen auch Carnivoren neugierig.